Ochtrup - Im Vorfeld der Partie beim TV Jahn Rheine hatte Philipp Gaupel eine effektivere Defensive gefordert. Und das setzten seine Basketballer am Sonntag auch um, denn die Arminen gewannen in der Emsstadt mit einem für Basketball-Verhältnisse ungewöhnlichen Endergebnis von 45:44 (21:15).
„Die Abstimmung in der Abwehr zwischen Flügeln und Center hat viel besser funktioniert als zuletzt gegen Emsdetten. Zudem haben wir durch die Mitte nur wenig zugelassen“, freute sich der Spielertrainer. Verheimlichen wollte er allerdings auch nicht, dass die äußeren Umständen ihr Übriges zu der mageren Punkteausbeute beitrugen. „Der Boden war ungewöhnlich glatt, und die Körbe haben sehr stark gefedert. Daher sprangen die Bälle immer weit weg und waren für die Center nicht zu erreichen“, erklärte Gaupel.
Das erste Viertel entschieden die Gäste zu ihren Gunsten (15:7), in den zweiten zehn Minuten verbuchten die Rheinenser ein Erfolgserlebnis für sich (8:6). Anfang des Schlussviertels lagen die Töpferstädter mit neun Zählern vorne, doch wie so oft fehlte ihnen auf der Zielgeraden die Puste. „Ich weiß nicht, woran das liegt. Wahrscheinlich werden wir zum Ende hin immer etwas nervös“, wurmte es Gaupel, dass es auch in Rheine wieder ein Thriller wurde.
Zwei Minuten vor der Schlusssirene glich der TV Jahn zum 43:43 aus. Alexander Kelm sorgte mit einem verwandelten Zwei-Punkt-Wurf wieder für eine SCA-Führung, dem die Hausherren nur noch einen verwandelten Freiwurf entgegenzusetzen hatten.
Ungewöhnlich niedrig war neben dem Punktestand auch die Foulbelastung. Besonders bei den Arminen, die sich in den kompletten 40 Minuten nur ganze fünf Fouls leisteten. „Das ist extrem wenig, aber ich hätte mir gewünscht, dass wir ein bisschen aggressiver verteidigt hätten“, spielte Gaupel darauf an, dass mehr Bissigkeit vielleicht schon früher für klare Verhältnisse gesorgt hätte. „Aber Hauptsache ist, wir haben gewonnen.“
Punkte: Schiemenz (12), Leusder, Kelm (beide 10), Oestermann (7), Gaupel (5) und Leugermann (1).
geschrieben von Philipp Gaupel & Jens Leusder