Nach einer Durststrecke von fast 3 Monaten hat die 1. Herrenmannschaft der Handballabteilung des S.C. Arminia Ochtrup endlich wieder als Sieger das Parkett verlassen. Am späten Samstagabend gewannen die Arminen gegen den Tabellenletzten, der Zweitvertretung des SuS Neuenkirchen mit 25:18 (13:9).
Der letzte doppelt Punktgewinn datiert vom 06.12.2009 als die Töpferstädter gegen TB Burgsteinfurt 2 mit 26:24 gewannen. Nach vier Niederlagen in Folge musste jetzt ein Sieg her, um nicht in den Abstiegskampf zu geraten.
Arminentrainer Jörg Tombült musste auf Davor Popovic (privat verhindert) und Christian Koch (Schulterverletzung) verzichten. Aber alle anderen Spieler waren fit. Von Beginn starteten die Töpferstädter konzentriert im Angriff, hatten aber mit Abstimmungsproblemen in der Deckung zu kämpfen, so dass zunächst nur eine knappe Führung möglich war. Während einer Zeitstrafe von Raphael Woltering leitete Martin Viefhues mit seinem Treffer in Unterzahl in der 17. Spielminute eine starke Arminenphase ein. 5 Tore in Folge erzielten die Hausherren bis zur 23. Spielminute und führten mit 12:6. Neuenkirchens Trainer nahm eine Auszeit und stoppte somit die Arminen. Nach der kurzen Pause vergaben beide Mannschaften innerhalb von weniger als 3 Minuten jeweils 6 Angriffe. Wenn die Arminen hier ruhiger und besonnerer agiert hätten, wäre schon ein Vorentscheidung möglich gewesen. Bis zur Pause kämpfen sich die Gäste aber noch bis auf 13:9 heran.
Nach dem Seitenwechsel trifft endlich auch Christian Woltering. In der ersten Halbzeit noch mit Wurfpech ausgestattet, überwand „Wolle“ zweimal seinen Cousin Vinzenz Wilmink im Neuenkirchener Gehäuse zum Zwischenstand von 16:10 in der 37. Spielminute. Auch Rückraumschütze Marvin Schiemenz traf in der 2. Halbzeit besser. Immer wieder kam er frei zum Wurf und Mitte der zweiten Halbzeit verliess Wilmink genervt seinen Kasten. Aber auch der zweite Keeper des SuS war gegen Marvins Kracher machtlos. Ochtrup zog Tor um Tor davon und der SuS hatte keine Möglichkeit, den Abstand zu verringern.
Schade war eigentlich nur, dass die recht unsicher wirkenden Schiedsrichter die aufkommende Härte nicht unterbanden. Hier haben sich beide Teams nicht mit Ruhm bekleckert. Zum Glück kam es nicht zu ernsthaften Verletzungen.
Kai Wissemborski erzielte in der Schlussminute den letzten Treffer der Partie zum 25:18 Endstand für die Arminia. Nach dem Schlusspfiff bedankten sich die Arminenhandballer mit einem kräftigem „Allevivo“-Schlachtruf an die vielen Zuschauer für die Unterstützung während der Begegnung.
„Der Sieg war heute sehr, sehr wichtig. Bei einer Niederlage wären es nur ein Punkt zu einem Abstiegsplatz gewesen. Bei Marvin Schiemenz lief es vor allem in der zweiten Halbzeit optimal. Da hatte er eine Trefferquote von 100%. Am kommenden Donnerstag geht’s für uns im Nachholspiel gegen Vorwärts Gronau schon wieder weiter. Hier noch ein Sieg und wir sind wieder im gesicherten Mittelfeld, wo wir ja eigentlich auch hinwollen“, äußerte sich ein zufriedener Jörg Tombült nach der Begegnung.
Für die Arminen haben gespielt: Frank Gelsing (er hielt 2 Siebenmeter) und Markus Bröker im Tor, sowie auf dem Feld:
Marvin Schiemenz (7)
Kai Wissemborski (6/1)
Christian Woltering (4)
Noel Theisen (3)
Björn Bendias (2)
Kevin Bitting (1)
Martin Viefhues (1)
Raphael Woltering (1).
Ohne Torerfolg blieben Julian Feldevert, Tobias Bröker und Ingo Beckmann.
geschrieben von Manfred Wiggenhorn